Der Lindenwirt begrüßt den Landesbischof Dr. Christoph Meyns
Gaststätten sind zum Beten und Singen ungewöhnliche Orte. Diese Art Miteinander vermutet man am wahrscheinlichsten in einer Kirche. Nun haben Timmerlahs Gemeindepfarrer Harald Welge und Krankenhausseelsorger Christian Anton seit 1994 mit ihrer Reihe „Braunschweiger Andachten“ unter dem Motto „Das Wort zum Ort“ einen neuen Weg beschritten, indem dort gepredigt wird, wo Menschen wohnen und leben.
So kam es zum 1. Braunschweiger Kneipengottesdienst in der Gaststätte „Zu den Vier Linden“. Die Auswahl des Ortes fiel den Veranstaltern nicht schwer: Lindenwirt Wolfgang „Elvis“ Haberkamm studierte Theologie und arbeitete früher als evangelischer Religionslehrer.
Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt des neuen Landesbischofs, Dr. Christoph Meyns, der es sich nicht nehmen ließ, während seiner Predigt zum Thema Martin Luther auch mal ein Glas Bier zu trinken. Es ist historisch belegt, dass Luther ein Freund des Gerstensaftes war.
Der ehemalige Redakteur der Braunschweiger Zeitung , Weggefährte der „Linde“ und deren Chronist, Ernst-Johann Zauner sprach das „Wort zum Ort“ und erheiterte die „Gemeinde“ mit lustigen Anekdoten aus der 118 jährigen Geschichte der „Linde“.
Eine gelungene Symbiose zwischen Religiosität und Säkularität, die am besten dadurch zum Ausdruck kam, dass es der Pianist Peter Stoppok sich nicht nehmen ließ, neben ernsten Kirchenliedern und Psalmen auch das Lied von Udo Jürgens zum Vortrag zu bringen: Der Teufel hat den Schnaps gemacht.
Unter den Zuhörern Pastorin Sabine Dreßler, Pastor in Ruhestand Kurt Dockhorn, Gemeindepastor St. Michaelis Christoph Berger sowie Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Frau Susanne.
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