Zu den vier Linden - Eckkneipe, Szenekneipe, Gaststätte, Speiselokal in Braunschweig, östliches Ringgebiet

Ahnentafel ergänzt

Wenn man nach einem 10:2 noch von Freundschaft sprechen kann, dann offenbart das echten Sportgeist. Wie etwa im Falle des Freundschaftsspiels Eintracht Braunschweig gegen die Kreisliga-Auswahl Siegen- Wittgenstein in Kreuztal, wo die ansässigen Kicker sich zwar nicht technisch, aber doch moralisch den stärkeren Braunschweigern gewachsen zeigten. Eingeladen hatte zu dem Benefizturnier die Krombacher Brauerei – und wenn’s um Bier geht, darf im Publikum natürlich nicht Lindenwirt Wolfgang „Elvis“ Haberkamm fehlen. Der machte eine interessante Entdeckung: Nämlich, dass die Heimat des Krombachers auch die Heimat seiner Vorfahren ist. Die nachweisbaren Ahnen in direkter Linie lassen sich bis zum Jahr 1650 zurückverfolgen. Sein Urgroßvater wanderte 1875 nach Einbeck aus, wo Wolfgang Haberkamm 1947 geboren wurde. Prompt wurde „Elvis“ tätig und platzierte vor dem Spiel in der „Siegener Zeitung“ einen Artikel mit der Überschrift „Alle Haberkamms herbei!“. Die Verwandtschaft folgte dem Aufruf, und so konnte der Lindenwirt viele Generationen im Stadion begrüßen, Informationen austauschen und ein Erinnerungsphoto machen. Ein echtes Heimspiel für das Braunschweiger Urgestein, das pünktlich zum Schlusspfiff seine Ahnentafel ergänzt hatte. Nach dem Spiel stellten sich Eintrachtspieler und – begleiter sowie Krombacher-Vertreter für eine Typisierung der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei zur Verfügung.

(Aus: Stadtgeflüster von Irina Neulen vom 3.6.2006, Braunschweiger Zeitung) Siehe auch Fotos: Der Lindenwirt in seiner Heimat

Beim Freundschaftsspiel in ungewohnten Trikots: (von links) Franz-J. Weihrauch und Jürgen Tebbel von der Krombacher-Brauerei, Gerhard Glogowski, Marco Grimm und Wolfgang "Elvis" Haberkamm.